Reform des Kinderbetreuungsgeldes

© Pixelio / Thomas Weiss www.pixelio.de

Im Zuge der Kinderbetreuungsgeld-Reform werden alle vier bisherigen Pauschalvarianten in ein Kinderbetreuungsgeld-Konto zusammengeführt. Dabei wird es eine Gesamtsumme von maximal 16.449 Euro für Eltern geben, unabhängig von der Bezugsdauer.

Die Reform soll vor allem mehr Flexibilität und Wahlfreiheit mit sich bringen. So können Eltern künftig zwischen einer Bezugsdauer von 12 bis 28 Monaten für einen Elternteil oder von 15 bis 35 Monaten für beide Elternteile wählen. Die gewählte Dauer kann einmal verändert werden, beim erstmaligen Wechsel können Eltern parallel Kinderbetreungsgeld beziehen.

Im Einvernehmen mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber können Väter innerhalb der ersten 91 Tage nach der Geburt einen Monat Familienzeit in Anspruch nehmen. Kranken- sowie Pensionsversicherung laufen in diesem Zeitraum weiter, einen Rechtsanspruch oder Kündigungsschutz wird es nicht geben. Bei Inanspruchnahme der Familienzeit werden 700 Euro ausbezahlt.

Zusätzlich soll die Reform die Partnerschaftlichkeit steigern. Um das zu erreichen, wird es einen Partnerschaftsbonus von 1.000 Euro geben, wenn die Kinderbetreuung in einem fairen Verhältnis, das bedeutet entweder 50:50 oder 60:40, aufgeteilt wird. Darüber hinaus wird die Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld und bei der Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld auf 6.800 Euro erhöht.

In besonderen Härtefällen wird es für Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher die Möglichkeit der Verlängerung der Bezugsdauer um drei Monate geben. Bisher war diese auf zwei Monate beschränkt. Außerdem wird die Einkommensgrenze für Alleinerziehende um 17 Prozent auf 1.400 Euro erhöht.