Schittenhelm macht sich für Gendermedizin stark

ÖVP-Frauensprecherin: Frauen und Männer sind anders krank! Sechs-Parteien-Antrag im Gleichbehandlungsausschuss

In der letzten Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses stand das Thema Frauengesundheit auf der Tagesordnung.

In einem Sechs-Parteien-Antrag setzen sich die Frauensprecherinnen der Parlamentsparteien dafür ein, die Qualität der medizinischen Angebote für Frauen unter anderem durch eine stärkere Einbindung von Gendermedizin in der Krankenversorgung, Gesundheitsversorgung, Prävention und Früherkennung sowie in Forschung und Rehabilitation zu verbessern. ÖVP-Frauensprecherin Abg. Dorothea Schittenhelm macht sich schon seit langem für geschlechtergerechte Gendermedizin stark.

Schittenhelm: „Frauen und Männer sind anders krank. Dennoch ist in der Medizin der Prototyp Patient nach wie vor männlich. Daher setzen sich die ÖVP Frauen seit vielen Jahren für eine geschlechterspezifische Diagnose und Behandlung von Frauen und Männern ein. Frauen haben Anspruch auf eine geschlechtergerechte Sichtweise bei Therapie und Diagnostik in der medizinischen Behandlung", ist Schittenhelm überzeugt. "Viele Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkte werden bei Frauen nicht rechtzeitig erkannt, weil die Symptome andere sind als bei Männern. Daher müsse die Gendermedizin stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.
„Es gibt noch immer viel zu tun“, sagt Schittenhelm und nennt die vorrangigen Ziele der ÖVP-Frauen:

- Eine flächendeckende gendergerechte medizinische Vorsorge und Versorgung. - Daher muss die Gendermedizin weit mehr als bisher Eingang in die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten finden. - Alle medizinischen Maßnahmen müssen hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer untersucht und berücksichtigt werden. - Insbesondere bei der Entwicklung von Medikamenten, denn auch hier brauchen wir eine gendergerechte Definition.

Mit dem heutigen Sechs-Parteien-Antrag im Gleichbehandlungsausschuss komme man diesen Zielen wieder ein bisschen näher, hofft Schittenhelm.

13.6.2017