Schittenhelm: Offene Diskussion über geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede im Gleichbehandlungsausschuss

Abg.z.NR Dorothea Schittenhelm
Abg.z.NR Dorothea Schittenhelm
© Rudolf Laresser

Auf Initiative der ÖVP-Frauensprecherin diskutieren die Ausschussmitglieder mit Experten der Sozialpartner

In der heutigen Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses haben die Ausschussmitglieder die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten der Sozialpartner das Thema Gleichbehandlung und Einkommensunterschiede in der Arbeitswelt zu diskutieren. Dies geht auf eine Initiative von ÖVP-Frauensprecherin Abg. Dorothea Schittenhelm zurück. „Diese Aussprache ist sinnvoll und informativ. Wir wollten im Gespräch mit den Experten die Hintergründe der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Einkommensverteilung sehen und hinterfragen“, so Schittenhelm heute, Dienstag.

Schittenhelm sieht in der heutigen Aussprache „die Chance, objektivierte Zahlen auf den Tisch zu bekommen.“ So hätten unterschiedliche Institutionen unterschiedliche Zahlen veröffentlicht, bezog sich Schittenhelm etwa auf Zahlen von Eurostat und OECD. „Es ist jedenfalls höchste Zeit zu beleuchten, woraus sich Einkommensunterschiede tatsächlich ergeben und wie die unterschiedlichen Gesichtspunkte und Lebenssituationen in den Kollektivverträgen berücksichtigt werden.“ Dabei sei etwa zu bedenken, dass Frauen mehr im Teilzeitbereich beschäftigt seien und mehr Wert auf Flexibilität und Arbeitsklima legen als Männer. Schittenhelm legt Wert darauf, dass „Frauen die entsprechende Entlohnung auch einfordern“.

„Wir müssen daran arbeiten, die Lebenssituationen von Frauen besser zu berücksichtigen, auf Motivation zu setzen und den „Dienst am Menschen“ nicht an der Wertschöpfung zu messen. Dann sind wir schon wieder einen Schritt weiter“, schloss Schittenhelm.


19.1.2016