Schittenhelm: Starke Frauen für eine bessere Zukunft

Gespräch mit FCG und GÖD Frauen zu aktuellen Themen
Gespräch mit FCG und GÖD Frauen zu aktuellen Themen
© ÖVP Frauen

Auf Einladung von Landesleiterin Claudia Durchschlag besucht ÖVP Frauen-Bundesleiterin Dorothea Schittenhelm Oberösterreich

„In Österreich engagieren sich mehr als 3,3 Millionen Menschen ehrenamtlich und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres gut funktionierenden Sozialsystems“, betont ÖVP Frauen-Chefin Dorothea Schittenhelm anlässlich ihres Besuchstages in Oberösterreich am Freitag, bei dem sie auch das Hilfswerk in Eferding besuchte, das sein 20-jähriges Bestehen feierte. „Die Herausforderung vor denen wir vor allem im Pflege- und Betreuungsbereich stehen, können nur das Engagement der vielen Ehrenamtlichen bewältigt werden. Daher möchte ich mich ganz besonders bei den Frauen und Männern, die beim Hilfswerk Eferding in den vergangenen 20 Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben, für ihren unschätzbaren Einsatz bedanken.“

Neben dem Hilfswerk Eferding waren die beiden Frauenpolitikerinnen, auch zu Gast bei den FCG und GÖD Frauen in Linz. Im Zentrum der Gespräche standen vor allem die bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten sowie die bessere Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nach längeren Krankenständen. „Als ÖVP Frauen setzen wir uns weiterhin dafür ein, die Anrechnung von Karenzzeiten bei den Gehaltsvorrückungen in allen Kollektivverträgen zu verankern. Hier sind die Sozialpartner gefordert, das entsprechend umzusetzen.“ Viele Kollektivverträge enthielten automatische Gehaltsanpassungen, für die Urlaub, Krankengeld, Präsenzdienst oder Pflegefreistellung angerechnet würden, Karenzzeiten jedoch oftmals nicht. „Diese Schlechterstellung können Frauen im gesamten Berufsleben nicht mehr aufholen. Das heißt, sie haben nicht nur ein geringeres Einkommen, sondern in der Folge auch eine geringere Pension. Das ist nicht zu akzeptieren“, so Schittenhelm. Denn Frauen leisten durch die Kindererziehungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft und das müsse endlich entsprechend honoriert werden. „Beim Pensionsgipfel Ende Februar wurden bereits wichtige und richtige Schritte zur Verbesserung bei den Frauenpensionen eingeleitet. Dennoch setzen wir uns auch weiterhin dafür ein, dass vier Jahre pro Kind für die Pension angerechnet werden, und zwar nicht nur pensionserhöhend, sondern auch pensionsbegründend“, so Schittenhelm und Durchschlag.

Auch beim abschließenden Treffen mit den OÖVP Frauen Eferding wurde angeregt diskutiert, insbesondere über die Notwendigkeit bei der medizinischen Betreuung und Behandlung zwischen Frauen und Männern zu unterscheiden. „Frauen sind keine „kleinen Männer“. Aufgrund der unterschiedlichen Anatomie haben Frauen und Männer auch unterschiedliche Krankheitssymptome und reagieren auch unterschiedlich auf Medikamente“, so Schittenhelm, dennoch ist der Prototyp des Patienten nach wie vor männlich. „Daher ist die stärkere Einbindung von Gendermedizin in der Krankenversorgung, Forschung und Rehabilitation dringend notwendig.“, so Schittenhelm und Durchschlag abschließend.

17.6.2016

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20 Jahre Hilfswerk Eferding
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© ÖVP Frauen Bundesleitung
Austausch mit ÖVP Frauen Eferding
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