Schittenhelm zum Brustkrebsscreening

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Zu viel Geld für zu wenig Nutzen
ÖVP-Frauensprecherin fordert Evaluierung des Vorsorgeprogramms, um die Situation zu verbessern

ÖVP-Frauensprecherin Abg.z.NR Dorothea Schittenhelm fordert ein, das 2014 in Kraft getretene Vorsorgeprogramm zum Brustkrebscreening im Sinne einer Verbesserung zu evaluieren. „Der Gedanke, mehr Frauen zur Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung zu bringen, war und ist begrüßenswert. Aber das Resultat ist nicht zufriedenstellend“, so Schittenhelm heute, Dienstag, anlässlich der Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses.

„Es wurden hohe Summen für die Bewerbung und Durchführung der Einladungen zur Brustkrebsvorsorgeuntersuchung ausgegeben. Aber nur 42 Prozent der angeschriebenen Frauen haben sich tatsächlich für eine solche Vorsorgeuntersuchung entschieden. Das ist zu wenig – zumal die Frauen unter 40 bzw. über 70 Jahren diskriminiert werden, indem sie zu dieser lebenswichtigen Untersuchung gar nicht eingeladen werden“, kritisiert Schittenhelm. „Das rechtfertigt den hohen finanziellen Einsatz für die Bewerbung nicht.“

Schittenhelm begrüßte in der Sitzung, dass die Themen Frauen und Gesundheit nun in einem Ressort zusammengefasst werden. „Mit Ministerin Oberhauser haben wir eine gute Gesprächsbasis“, wies Schittenhelm darauf hin, dass die Ministerin heute erstmals in ihrer Verantwortung als Frauen- und Gesundheitsministerin bei einer Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses anwesend war und Rede und Antwort stand. „So können wir den Bericht, der auch den Stand des Brustkrebsscreenings öffentlich macht, diskutieren und gemeinsam Lösungen dafür finden, dass das System noch nicht funktioniert“, hofft Schittenhelm darauf, dass diese Konstellation effizient und wirkungsvoll sein wird. „Denn eine funktionierende Brustkrebsvorsorge ist mir ein großes Anliegen.“