Schittenhelm zum Weltgesundheitstag: Rechtzeitige Vorsorge ist die beste Prävention

Abg.z.NR Dorothea Schittenhelm
Abg.z.NR Dorothea Schittenhelm
© Rudolf Laresser

„Das Wichtigste in unserem Leben ist die Gesundheit! Um möglichst lange gesund zu bleiben, spielen neben gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung vor allem rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen eine große Rolle“, so ÖVP Frauen-Bundesleiterin Dorothea Schittenhelm, die anlässlich des Weltgesundheitstages darauf hinweist, dass sich die medizinische Versorgung in Österreich zwar im internationalen Spitzenfeld befinde, jedoch hinsichtlich der Früherkennungsprogramme, insbesondere bei Osteoporose und Brustkrebs, Handlungsbedarf bestehe.

Osteoporose zählt weltweit zu den häufigsten Zivilisationserkrankungen. In Österreich sind etwa 740.000 Personen über 50 Jahren davon betroffen, den größten Anteil machen Frauen mit etwa 617.000 Betroffenen aus. „Trotz dieser alarmierenden Zahlen gehen nur circa 30 Prozent der Frauen zwischen 50 und 60 Jahren zu einer Knochendichtemessung“, warnt Schittenhelm und fordert zusätzlich zur besseren Aufklärung und Information eine bundesweit einheitliche Regelung betreffend der Vorsorgeuntersuchungen. Zurzeit werden Vorsorgeuntersuchungen für Osteoporose bundesländerunterschiedlich und oft erst relativ spät, beispielsweise mit 58 Jahren, von der Krankenkasse bezahlt. „Bereits ab dem 45. Lebensjahr ist es sinnvoll, die Knochendichte messen zu lassen, um dann gegebenenfalls rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen. Daher fordern wir als ÖVP Frauen, dass vor allem Frauen ab dem 45sten Lebensjahr österreichweit Vorsorgeuntersuchungen auf Krankenschein in Anspruch nehmen können.“


Auch bei der Brustkrebs-Früherkennung bestehe laut Schittenhelm angesichts der weltweit steigenden Zahl an Krebserkrankungen Handlungsbedarf. Allein in Österreich erkranken jährlich rund 39.000 Menschen an Krebs und etwa die Hälfte stirbt an den Folgen der Krankheit. „Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser ist er behandelbar", betont die ÖVP-Frauenchefin. „Deshalb sind auch bei Brustkrebs regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen die beste Vorbeugung. Daher setzen wir uns als ÖVP Frauen dafür ein, dass alle Frauen, unabhängig von ihrem Alter, uneingeschränkten Zugang zum Mammographie-Screening haben", fordert Schittenhelm und nimmt damit Bezug auf das Anfang 2014 in Österreich eingeführte Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, an dem Frauen erst ab 40 Jahren teilnehmen können. Eine "Schlechterstellung bei den Vorsorgeuntersuchungen von Frauen unter 40 Jahren" ist für die ÖVP-Frauenchefin nicht akzeptabel. "Wir wissen heute, dass Früherkennung bei Brustkrebs Leben retten kann. Deshalb wollen wir, dass Haus- und Frauenärzte wieder wie vor der Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms eigenständig Überweisungen für Frauen jeden Alters ausstellen können", so Schittenhelm abschließend.