Frauen im iGaming - Warum sind es eigentlich so wenige?

Frau beim Spielen

Die Frauenpolitik ist zu einem wichtigen Thema geworden und immer mehr Menschen sind sich bewusst welche Unterschiede es zwischen Männern und Frauen gibt. Einige Branchen sind deutlich mehr von der Ungleichheit betroffen als andere und das iGaming gehört definitiv zu den stärker betroffenen. Wir haben uns in diesem Artikel etwas genauer mit der Problematik auseinandergesetzt und möchten hier unsere Gedanken mit Ihnen teilen.


Warum gibt es so wenig Frauen im iGaming

Es gibt eine Vielzahl von Gründen warum Frauen im iGaming unterrepräsentiert sind. Diese liegen aber eigentlich auf der Hand und sind sehr einleuchtend. Trotzdem gibt es immer noch keine effektive Lösung, die Frauen mehr Möglichkeiten und Zugang verschaffen könnten.

Ein großes Problem ist, dass Frauen kaum weibliche Vorbilder im iGaming haben. Wenn es darum geht große Gewinne zu erzielen, dann ist meistens die Rede von einem männlichen Gewinner. Das bedeutet automatisch, dass Frauen die Vorstellung gegeben wird, dass nur ein Mann wirklich gewinnen könne und es gibt keine weiblichen Vorbilder. Dabei stellt sich aber natürlich die Frage, ob Frauen wirklich weniger gewinnen als Männer, ob sie weniger spielen oder ob ihre Erfolge nicht veröffentlicht werden?

Des weiteren müssen viele Frauen mit Sexismus umgehen, wenn sie sagen, dass sie gerne spielen. Wir werden auf eine Art und Weise erzogen, die uns genau vorschreibt welche Aktivitäten frauen- bzw. männerspezifisch sind. Spielen und vor allem Zocken im Internet gehören dabei definitiv zu den Dingen, die einem Mann gut stehen, eine Frau aber lassen sollte.


Geschlechterspezifische Spiele

Natürlich sind nicht nur die Spieler selbst voreingenommen und vielleicht auch sexistisch. In erster Linie sind auch die Software-Hersteller oftmals sehr einseitig und engstirnig. Deswegen gibt es eine Menge Spiele, die extra für Männer gemacht werden, aber wenig Spiele, die extra für Frauen sind.

Aber wäre die Lösung nun einfach auch noch eine Menge Spiele extra für Frauen zu entwerfen? Mit Sicherheit nicht, denn auch dann würden wir ganz gezielt geschlechterspezifische Vorurteile bedienen. Stattdessen könnten die Hersteller versuchen Spiele zu entwerfen, die geschlechtsneutral sind und beiden Geschlechtern gefallen könnten. Bisher gibt es leider nur wenige Spiele, die tatsächlich neutral sind und dabei auch Frauen ansprechen.


Was wir für eine Gleichberechtigung tun können

Es ist wichtig, dass Frauen die Mauer aus Vorurteilen durchbrechen und noch stärker für ihre Rechte einstehen. Dafür ist es auch wichtig, dass sie ein Sprachrohr bekommen und gehört werden. Viele Frauen nehmen noch zu oft hin, dass verschiedene Abläufe eben schon immer so waren und deswegen auch immer so bleiben werden. Stattdessen sollte in uns der Traum immer weiter wachsen endlich auszubrechen und neue Regeln zu setzen.

Je mehr Frauen andere Frauen gewinnen sehen, desto motivierter werden sie spielen. Viele Männer haben ein Vorbild oder fühlen sich zumindest von den Gewinnen anderer stark zum Spielen angeregt. Für Frauen gibt es kaum Möglichkeiten sich an anderen Frauen zu orientieren, weil es diese in der Branche kaum gibt, bzw. diese nicht zu Wort kommen.

Natürlich fängt das Problem aber schon ganz früh an, nämlich mit der stereotypischen Erziehung. Dabei wird uns immer wieder eingeredet, dass Mädchen und Jungen eben verschieden sind und grundlegend andere Interessen haben. Es gibt mädchenspezifische Interessen wie Puppen und jungenspezifische Interessen wie eben Computerspiele. Sicherlich ist das nicht ganz falsch, aber wir sollten anfangen uns zu fragen inwiefern wir diese Bilder und damit auch deren Entwicklung immer weiter fördern.


Als Frau im iGaming

Es gibt nicht nur wenige Spielerinnen, sondern auch wenige Frauen, die in iGaming Firmen arbeiten. Natürlich gibt es nicht gar keine, aber eben deutlich weniger als Männer. Das führt auch dazu, dass die Branche sehr viele Ideen von Männern erhält und Frauen schon bei der Ideenfindung neuer Projekte und Spiele direkt ausgeschlossen sind.

Das Problem von fehlenden Frauen in Führungspositionen ist bekannt und das gilt auch für die iGaming Branche. Sicherlich ist es aber auch hier nicht mit einer Frauenquote getan und stattdessen sollten wir uns genau überlegen wie wir unsere Kinder sozialisieren. Grundsätzlich sollten wir Jungen und Mädchen doch komplett gleich erziehen und zwar mit Respekt, Liebe und ganz viel Verständnis – auch für das jeweils andere Geschlecht.

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