Die Jobs der Zukunft: Sind wir Frauen noch dabei?

Dr. Annemarie Graus-Göldner
Dr. Annemarie Graus-Göldner
Foto: Privat

Die Welt ist im Umbruch. Globalisierung ist vom Schlagwort zur Realität im Hier und Jetzt geworden. Frauenrechte, die wir in den letzten Jahrzehnten bei uns durchgesetzt haben, stehen wieder einmal am Prüfstand. Die Digitalisierung der Gesellschaft bewirkt, dass sich die Arbeitswelt rasant ändert. Viele, auch scheinbar sichere Arbeitsplätze werden wegfallen und Roboter, Computer und viele digitale Helfer werden Teile unserer Arbeitslast übernehmen können. Aber was machen wir dann? Es wird Verlierer und Gewinner geben. Es liegt an uns zu verhindern, dass Frauen die Verlierer dieser Entwicklung werden.

Die durch Kriege, Klimawandel und Korruption getriebene massenhafte Bewegung von Menschen in Richtung Europa wird zusätzlichen Druck auf die hiesige Arbeitswelt ausüben. Der Billiglohnsektor wird härter umkämpft werden als jemals zuvor. Bildung und Weiterbildung ist ein absolutes Muss, damit niedrige oder falsche Qualifizierungen nicht zur Sackgasse werden, aus der es keine Umkehr mehr gibt. Eine handfeste Ausbildung wird immer eine solide Basis für eine gestaltbare Zukunft sein. An Fachkräften mangelt es immer. Die Frau Meisterin und die Frau Ingenieurin werden es schon richten! Umwelt- und Energietechnologie sind jedenfalls zukunftsreich. Wir Frauen müssen im Wettlauf um die Jobs der Zukunft vorne mit dabei sein. Auf keinen Fall dürfen wir die Konfrontation scheuen und uns zurückdrängen lassen. Die digitale Revolution schreitet voran und bietet auch für uns Frauen ungeahnte Chancen zur Gestaltung unserer Zukunft.

Dr. Annemarie Graus-Göldner, Delegierte für europäische Angelegenheiten